UGA-Mitglieder beim 5. Tag der Gewerbevereine der IHK in Stade


Rundum informativ war der 5. Tag der Gewerbevereine, zu dem die IHK in ihre Geschäftsstelle nach Stade eingeladen hatte. Die Unternehmergemeinschaft Achim wurde dort durch Rudi Knapp und Katrin Preuß vertreten.

Uwe-Peter Becker z

Als besonders interessant empfanden die beiden einen Vortrag von Uwe-Peter Becker zum Thema Unternehmensnachfolge. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur berät Unternehmer, wenn es darum geht, die ersten Schritte in Richtung Nachfolgeplanung zu machen. Gleichzeitig versucht er, potenzielle Nachfolger für eine Betriebsübernahme zu interessieren. Für IHK-Mitglieder ist diese Beratung kostenlos.

Eine seiner Botschaften: Früh genug damit anfangen, die Nachfolge zu regeln. Das gilt auch für junge Menschen, die ihre Firmen noch ein paar Jahrzehnte führen wollen. Also rechtzeitig ein Testament aufsetzen, eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung ausfüllen. Und sich darum kümmern, wer denn z.B. bei einem plötzlichen Todesfall das erbberechtigte, minderjährige Kind vertritt.

Erste Informationen zu diesen Themen erhält man aus Broschüren, wie sie das Niedersächsische Justizministerium bereithält (auch als Download unter http://www.mj.niedersachsen.de/service/publikationen/).

Außerdem empfahl Uwe-Peter Becker, das Thema mit der Familie zu diskutieren und schließlich auch einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Merke: Alle Verfügungen müssen kompatibel sein mit evtl. Gesellschafterverträgen oder ähnlichem.

Wer schließlich auf den Ruhestand zusteuert, dem riet Becker, sich Gedanken über die Zeit nach der Berufstätigkeit zu machen. „Machen Sie Ihr Hobby zu Ihrer neuen Aufgabe, und das nicht erst, wenn Sie die Schlüssel für Ihr Unternehmen abgeben.“

Ebenso wichtig: einen möglichst verbindlichen Termin setzen für die Übergabe und diesen zunächst nur innerhalb der Familie besprechen. Bei größeren Unternehmen könnten ggf. auch die Abteilungsleiter informiert werden, so Becker.

Tipps für die konkrete Planung:

Es sei so, als ob man einen Verkaufsprospekt seiner Firma anfertige, verdeutlichte der Referent.

Wer wird der Nachfolger?

Grundsätzlich gilt: Wer sein Unternehmen in jüngere Hände geben möchte, sollte rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen und möglichst alle Wege, einen Nachfolger zu finden, parallel nutzen.

Weitere Fragen beantwortet Uwe-Peter Becker unter Telefon 0160-74 39 63 8, E-Mail becker@lueneburg.ihk.de.

Wer Beispiele aus der Praxis kennenlernen möchte, dem empfiehlt Becker die Online-Radiosendung www.unternehmer-radio.de. Hier berichten Alt-Inhaber von ihren Erfahrungen mit der Unternehmensnachfolge.

Bericht: Katrin Preuß